Kein Lüften mehr "auf Verdacht": nachhaltige Immobilien dank Smart Living-Technologie

Smart Living-Systeme können helfen, nachhaltiger zu leben. Im Großen und im Kleinen baut die Bayerische Hausbau derzeit eine Infrastruktur auf, die die Bestands- und Vertriebsimmobilien fit für die Zukunft macht - und dabei umweltfreundlicher.

 „Wir können nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn wir uns an den Werten und der Gesellschaft orientieren, und ganz oben steht das Thema Nachhaltigkeit", hat Christian Balletshofer, Geschäftsführer der Bayerischen Hausbau, kürzlich im Interview mit der Immobilienzeitung gesagt. Er ist sich sicher:  „Wir müssen unser Wissen digitalisieren, um daraus Maßnahmen ableiten zu können."

Die Bayerischen Hausbau ist mitten drin in diesem Prozess. Derzeit wird eine digitale Infrastruktur aufgesetzt, um mit den gewonnenen Daten weitreichende Auswertungen für die Bestands- und Vertriebsimmobilien machen zu können. Die Vorteile im Sinne der Nachhaltigkeit liegen auf der Hand: Wer genau weiß, wie hoch seine Verbräuche sind, kann diese optimieren, und so eine Ressourcenschonung und eine nachhaltige Lebensweise erzielen. Das gilt für das Unternehmen, das Wohnungen, Büros und Gewerbeflächen vermietet genauso wie für den Kunden, der eine Wohnung kauft.

Sonja Kupfer verantwortet das Vertriebsmarketing der Bayerischen Hausbau und zeigt zukünftigen Kunden, wie sie ihre Smart Home-Ausstattung sinnvoll einsetzten können.

Smart Living als Teil eines Ökosystems der Zukunft

Im Zentrum dieser Digitalisierung des Alltags stehen verschiedene Smart Living-Technologien, die die Bayerische Hausbau einführt, entwickelt von einer interdisziplinären Gruppe unter Führung des Leiters der Digitalisierungsabteilung. Diese Technologien tragen ihren Teil bei zu einem Ökosystems der Zukunft, in dem verschiedene Lebensbereiche miteinander vernetzt sein werden: vom Smart Grid der Smart City bis zum autonomen Fahren, der persönlichen Sicherheit und Alltagassistenz sowie Smart Services und Smart Work. 

 

Flächendeckender Einsatz von Smart Metern

Wie aber kann Smart Living-Technologie nun ganz konkret zu einer nachhaltigen Immobilie führen? Ein wichtiger Aspekt ist die Ausrüstung mit Smart Metern - digitale Zählstationen, die die alten Zähler nach und nach ersetzen sollen. Die Bestandsobjekte der Bayerischen Hausbau werden in den kommenden Monaten und Jahren mit diesen Smart Metern ausgestattet. Durch deren flächendeckenden Einsatz verspricht man sich eine große Transparenz der Verbrauchsdaten und so die Kenntnis, wann beispielsweise die Maximallast der Verbräuche auftritt. 

Auch im Kleinen soll das so funktionieren: In den Verkaufsobjekten der Bayerischen Hausbau können Smart Meter im Zusammenspiel mit weiteren Smart Living-Technologien die Immobilien nachhaltig und fit für die Zukunft werden lassen. Die Möglichkeiten für Mieter und Käufer sind vielfältig und spannend, wie Sonja Kupfer aus dem Vertriebsteam der Bayerischen Hausbau, sagt. Sie begleitet die Einrichtung von Smart Living-Technologien bei der Quartiersentwicklung am Münchner Nockherberg, wo die Bayerische Hausbau den Kunden zum ersten Mal im großen Stil eine Digitalisierung der Wohnungsausstattung anbietet. 

Zentraler Aspekt der Digitalisierung der Wohnungen ist es, den Nutzer über seinen Verbrauch zu informieren - über die Smart Meter im Keller beispielsweise auf sein Handy. Tagesaktuell kann man sehen, wo und warum der Verbrauch vielleicht gerade sehr hoch ist - und wo es Einsparpotenzial gibt, etwa beim Heizen. „Die Technologie schafft Bewusstsein durch Transparenz", sagt Sonja Kupfer. Manchmal lassen sich durch einfache Maßnahmen schon 30 oder 40 Prozent Heizenergie, Wasser oder Strom einsparen - man muss nur wissen, wo. 

Ein Blick genügt: Kunden, wie hier in der Visualisierung am Münchner Nockherberg, können den Zustand ihrer Wohnsituation am Tablet überprüfen.

Mit Smart Living zu nachhaltigeren Immobilien

Zur Nachhaltigkeit der Immobilie tragen aber noch weiter Möglichkeiten der Smart Living-Ausstattung bei. Wer seine Wohnung nur einige Stunden verlässt, der kann die Eco-Funktion einschalten: Dann senkt die Heizung um einige Grad ab, man spart Strom, und mit der Timer-Funktion kann die Wohnung beim Nachhausekommen wieder erwärmt werden. Auch Lichter und Steckdosen können so gesteuert werden, das System kann die Bewohner sogar darauf aufmerksam machen, wenn ein Fenster offen steht. 

Stichwort Lüften: Auch hier können Emissionen eingespart werden. Durch eine Luftgütemessung wird in den Wohnungen am Nockherberg die Luftqualität analysiert. Wenn die Luft schlecht wird, kann gezielt nachgelüftet werden. „So wird Lüften auf Verdacht vermieden", sagt Sonja Kupfer. Nachhaltig wird die Wohnsituation auch dadurch, dass die Wohnungen durch die digitale Infrastruktur leicht umzunutzen sind - ein Kinderzimmer kann für den nächsten Mieter zum Büro werden. Und durch eine gemeinschaftliche Paketbox, die per App zu bedienen ist, wird unnötiger Lieferverkehr vermieden.  

Nicht nur Käufer und Mieter profitieren also enorm vom Einsatz von Smart Living-Technologie, sondern auch die Umwelt. Sicher ist: Wer in diese Ausstattung investiert, investiert in eine nachhaltige Zukunft. 

Über den Autor

Diesen Artikel teilen: