„Man muss das Team zusammenhalten“: Monika Pasker Vicente ist Projektleiterin bei der Bayerischen Hausbau

Von der Kindertagesstätte bis zum Quartierspark: Monika Pasker Vicente begleitet bei der Bayerischen Hausbau als Projektleiterin ganz unterschiedliche Vorhaben. Sie muss Termine, Kosten und Qualität im Griff behalten. „Nichts für Eigenbrötler“, sagt sie.

Der „andere Blickwinkel“ war es, der den Ausschlag gegeben hat, warum Monika Pasker Vicente zur Bayerischen Hausbau gekommen ist. Über mehrere Jahre hinweg hat sie bei einem Generalunternehmer gearbeitet, also im Auftrag eines Bauherren Gebäude realisiert – vor Ort, auf der Baustelle. 

Und da war einiges dabei, vom ganz Großen bis zum unscheinbar Kleinen: Von der Elbphilharmonie in Hamburg, wo sie als Praktikantin in der Bauleitung für den Backstage-Bereich mitgearbeitet hat, über einen Kindergarten in Frankfurt, eine Unternehmens-Hauptverwaltung und die Hauptfeuerwache in Mannheim bis zu einem Wohnbauprojekt in München-Schwabing, wo Pasker Vicente als Bauleiterin tätig war. „Spannende, ganz unterschiedliche Aufgaben“, sagt sie. 
 

Projektleiterin Monika Pasker Vicente an ihrem Arbeitsplatz bei der Bayerischen Hausbau.

Aber eben nur die halbe Aufgabe: „Bei Generalunternehmern erstellt man schlüsselfertige Gebäude für den Bauherren, aber man steigt, wenn überhaupt, spät in der Planungsphase ein.“ Von den neun Leistungsphasen, die die Planung und Realisierung eines Gebäudes durchläuft, hat Pasker Vicente die ersten vier bis zum Bauantrag in ihrem alten Beruf nicht miterlebt; der Generalunternehmer steigt vielleicht erst bei der fünften, der Ausführungsplanung, mit ein. Aber „der Weg von der grünen Wiese bis zum Bauantrag– der war mir unbekannt.“ Heute aber kennt sie ihn: Monika Pasker Vicente arbeitet seit 2018 bei der Bayerischen Hausbau als Projektleiterin und begleitet Planung und Bau von mehreren Projekten in München. „Das war meine Motivation: Ich wollte Projekte phasenübergreifend miterleben. Und das bietet eben die Bayerische Hausbau.“

Fünf auf einmal

Mit gleich fünf verschiedenen Projekten beschäftigt sich Pasker Vicente gleichzeitig. Sie alle befinden sich innerhalb des Bebauungsplans am Nockherberg im Münchner Stadtviertel Au, wo die Bayerische Hausbau das ehemalige Produktionsareal der Paulaner Brauerei in ein Wohngebiet umwandelt. Pasker Vicentes Projekte sind wieder sehr vielseitig: Sie begleitet den Bau von zwei freistehenden Kindertagesstätten, einer Eventlocation in einem teilweise denkmalgeschützen Gebäude für die Paulaner Brauerei, den neuen Quartierspark sowie die Neugestaltung der Abbruchkante, welche durch Rückbau der Produktionsstätte an der Paulaner Gaststätte Nockherberg entstanden ist. 

 

Historischer Ort: Monika Pasker Vicente begleitet die Umgestaltung des Alten Eiswerks am Auer Mühlbach in München.

Wie bei allen Projekten sei auch hier viel Abstimmung nötig, sagt Pasker Vicente. Die Kitas sowie der Quartierspark werden einmal in den Besitz der Landeshauptstadt München übergehen, daher steht sie in Austausch mit den städtischen Behörden, zum Beispiel dem Baureferat. Auch mit den Genehmigungsbehörden der Landeshauptstadt steht die Projektleiterin in ständigem Kontakt. Und innerhalb der Bayerischen Hausbau wollen andere Abteilungen auch eingebunden sein, zum Beispiel das Controlling oder die Qualitätssicherung. Hauptansprechpartner im Prozess sind aber die Planungs- und Architektenteams, mit ihnen werden die alltäglichen Punkte besprochen, die es zu klären gibt; mit ihnen trifft man sich alle zwei Wochen zum Jour Fixe.

Pasker Vicente muss den Überblick behalten zu Terminen, Kosten und Qualität – und wenn es einmal nicht so läuft wie es soll, muss sie durchsetzungsstark sein und auch einmal auf den Tisch hauen: „Sonst kommst du nicht weiter und der Gesamtzeitplan gerät möglicherweise in Verzug.“ 

Im Alten Eiswerk steht eine der ersten Eismaschinen der Welt, hier wurden Eisblöcke zur Kühlung von Bier gewonnen. Entwickelt hat die Maschine, die heute unter Denkmalschutz steht, Carl von Linde 1881.

Ein Eigenbrötler, der dürfe man als Projektleiter daher nicht sein, sagt Pasker Vicente. „Ich glaube, man muss es mögen, mit Menschen umzugehen. Man muss permanent kommunizieren, Informationen auch weitergeben. Im Planerteam versuche ich, eine offene Atmosphäre zu schaffen und dies so auch vorzuleben. Man muss die Leute zusammenhalten!“

Die Eismaschine ist eine beeindruckende Ingenieursleistung, und der Umbau des Gebäudes zu einer Eventlocation ist für Monika Pasker Vicente eine herausfordernde Bauleistung.

Den Schritt, zum integrierten Immobilienunternehmen zu wechseln, hat Pasker Vicente nicht bereut. Was die Arbeit bei der Bayerischen Hausbau interessant macht, liegt für sie auf der Hand: „Die Kollegen sind hilfsbereit, das Arbeitsklima ist angenehm. Ich habe viele offene Leute kennengelernt, die einem gerne weiterhelfen. Und mir ist es wichtig, dass man sich wohlfühlt, wenn man viel Zeit in der Arbeit verbringt, ich freue mich über die Sportangebote und das schöne Casino, so etwas ist ja auch nicht selbstverständlich.“ Sie bringt sich aber auch aktiv im Unternehmensalltag ein: Pasker Vicente hat die Hausbau-Band mitgegründet und organisiert Sportkurse, etwa Business-Yoga. 

Monika Pasker Vicente, sagt, sie habe nicht gezögert, zur Bayerischen Hausbau zu wechseln. Das Unternehmen war als fairer und guter Auftraggeber bekannt. Und schließlich, sagt sie, sei es wichtig gewesen, zu einem Bauherrn zu wechseln, der „solide ist, der auch Historie mitbringt.“ Also kein Unternehmen, „das seit zwei Jahren auf dem Markt ist und dann wieder verschwindet.“  

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