Die Bayerische Hausbau ist dabei: Entwicklung eines Europäischen Nachhaltigkeitsstandards

Die Bayerische Hausbau beteiligt sich seit dessen Gründung im Februar 2020 am Arbeitskreis ECORE. Die Initiative umfasst 40 europäische Bestandshalter, die ein Immobilienvermögen von insgesamt 800 Milliarden Euro auf sich vereinen, sowie den Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) und den Bundesverband Investment und Asset Management (BVI).

Die Vertreter der Branche entwickeln zusammen mit einem ESG-Scoring-Modell ein praxis-taugliches Steuerungstool, das die aktuelle Nachhaltigkeits-Performance von Objekten und Portfolios misst und aufzeigt, wo sich diese auf dem Pfad der CO2-Neutralität und ESG-Konformität befinden. „Das Modell, das wir gemeinsam entwickeln und erproben, beleuchtet Gewerbeimmobilienportfolios ganzheitlich im Hinblick auf ihre Nachhaltigkeitskriterien und schafft somit Transparenz und neue Standards in der Nachhaltigkeitsbewertung. Dies ist notwendig, damit sich die Branche für die Zukunft optimal aufstellen kann.", sagt Christian Balletshofer, Geschäftsführer der Bayerischen Hausbau.

Ein neuer Standard

Das ESG-Scoring-Modell der Initiative ist ein ganzheitlicher Kriterienkatalog. Über die ESG-Kriterien hinaus werden die erforderlichen Taxonomie-Kriterien des Action Plan on Sustainable Finance der EU und die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens abgebildet. Fortlaufend wird das Scoring mit den neuen Instrumenten der EU aktualisiert. Anhand einer Punkteskala von null bis 100 können die Stakeholder wie Mieter, Anleger und Investoren erkennen, inwieweit eine Immobilie oder ein Portfolio die Klima-Ziele und ESG-Kriterien abbildet. Daraus leitet sich im Detail das operative Optimierungspotenzial einer Liegenschaft ab. Das Modell liefert einen konkreten Fahrplan, mit welchen Maßnahmen die ESG-Ziele erreicht werden können. Neben der breiten Marktabdeckung sind der operative Nutzen für Investoren und Anleger und die Vergleichbarkeit in seiner Peer-Group bei adäquatem Aufwand zentraler Bestandteil des Scorings, das die drei Cluster Governance, Verbräuche und Emissionen sowie Asset Check abbildet.

Das war erst der Anfang …

Im vergangenen Jahr wurde bereits die Erhebung anhand von rund 500 Objekten aus den weltweiten Immobilienportfolios der Mitglieder eingeleitet. Die teilnehmenden Häuser liefern die erforderlichen Informationen in den kommenden Monaten und können so den Nachhaltigkeitsstatus je Objekt erfahren. Mitte 2021 werden die Erkenntnisse aus der Pilotierung aufgenommen und das Scoring für den breiten Markt freigegeben. Geplant ist zudem ein Benchmarking über mehrere Länder und Asset Klassen.

Warum ECORE?

Die Relevanz von ECORE erschließt sich auch aus den wachsenden regulatorischen Anforderungen an Finanzmarktteilnehmer aus dem Action Plan for Sustainable Finance hinsichtlich der Erfüllung der Offenlegungs- sowie Steuerungspflichten von Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen. Im ECORE-Scoring sollen durch eine ganzheitliche Sichtweise Immobilien und Portfolios unter Nachhaltigkeits­gesichts­punkten vergleichbar gemacht werden.

Mit der Initiative bündelt ECORE die bisherigen Erkenntnisse in diesem Bereich und verdichtet sie zu einem neuen, für den europäischen Markt brauchbaren Tool, das dem allgemeinen Trend und den Anforderungen an die Branche folgend einen Schritt in eine nachhaltigere Zukunft ermöglicht.

Für weiterführende Informationen: https://www.ecore-scoring.com/

Über den Autor

Sabine Hagn
Pressesprecherin

+49 89 9238-467

presse@hausbau.de

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