Bürgerdialog zur geplanten Wohnbebauung an der Freisinger Landstraße 40-44

Noch vor Auslobung des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs zur geplanten Wohnbebauung an der Freisinger Landstraße 40-44 hatten interessierte Bürger am heutigen Freitagabend die Gelegenheit, sich im Rahmen eines Bürgerdialogs über das Projekt zu informieren und Anregungen einzubringen.

Gemeinsam mit der Landeshauptstadt München veranstaltete die Bayerische Hausbau einen öffentlichen Bürgerdialog zur Entwicklung des Areals an der Freisinger Landstraße 40-44. Dort plant die Bayerische Hausbau zusammen mit der HVB Immobilien AG ein Wohnquartier mit dazugehörigen Infrastruktureinrichtungen sowie öffentlichen Grünflächen. 

„Die frühzeitige Einbindung der Bevölkerung in den Planungsprozess ist schon seit vielen Jahren wesentlicher Bestandteil unserer Bauvorhaben. Auch bei der Entwicklung des Areals an der Freisinger Landstraße ist uns die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ein wichtiges Anliegen, um ein Quartier zu errichten, das sich in die Umgebung einfügt und nicht nur den zukünftigen Bewohnern, sondern dem gesamten Viertel eine hohe Lebens- und Freizeitqualität bietet“, sagt Dr. Jürgen Büllesbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Hausbau.


Über die Quartiersentwicklung: neue Wegeverbindungen, viel Grün

Zu Beginn des Bürgerdialogs stellten Sabine Steger, Abteilungsleiterin Westbezirk, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, und Gabriele Dattenberger-Sirch, bgsm Architekten Stadtplaner, den Bürgern den Aufstellungsbeschluss und die Eckdaten für den Wettbewerb vor. Diese sehen vor, auf einer Gesamtgeschossfläche von zirka 30.000 m² rund 350 Wohnungen für Familien, Paare und Singles mit unterschiedlichem Einkommen zu schaffen. 30 Prozent der Geschossfläche für Wohnen sind, nach den Vorgaben der sozialgerechten Bodennutzung, für geförderten Wohnungsbau vorgesehen. Gemäß des Eckdatenbeschlusses ist im Rahmen des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbes zudem zu prüfen, inwieweit die Umsetzung einer höheren Geschossfläche und somit eine größere Anzahl an Wohnungen möglich ist.

Neben einer Kindertagesstätte mit Außenspielfläche sind auch Flächen für die Nahversorgung vorgesehen. Darüber hinaus soll ein Teil der derzeit brachliegenden und weder einsehbaren noch zugänglichen Flächen des ehemaligen Floriansmühlbads im Zuge des Bauvorhabens für die Öffentlichkeit geöffnet und in Teilen als Grünfläche nutzbar gemacht werden. Geplant sind zudem Brückenverbindungen über den Mühlbach sowie neue Wege in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung, die die öffentliche und barrierefreie Querung des Areals ermöglichen. Der verbleibende Teil der Grünflächen im Osten entlang der Sondermeierstraße und im Norden mit den Tennisanlagen soll in privater Hand verbleiben.


Austausch zwischen Bürgern und Fachleuten

Den einleitenden Vorträgen folgte ein Podiumsgespräch mit Vertretern des Preisgerichts, die Zweck und Form des gewählten Wettbewerbsverfahrens sowie die Gestaltungsmöglichkeiten der Bürger im Rahmen des Planungsprozesses erläuterten. Im Anschluss konnten sich die Teilnehmer an verschiedenen Stationen mit Fachexperten über die Themen Grün- und Freiraumplanung, Verkehr, Städtebau sowie soziale Infrastruktur austauschen und ihre Vorschläge und Wünsche für die Projektentwicklung einbringen. Ein Protokoll der Anregungen wird Teil der Auslobung.

Im Rahmen eines anschließenden Plenums hatten die Bürger zudem die Gelegenheit, ihre Fragen an Vertreter der Bayerischen Hausbau, der Landeshauptstadt München und des Preisgerichts zu richten und sich über die nächsten Planungsschritte zu informieren. So werden die Bayerische Hausbau und die HVB Immobilien AG den Wettbewerb für die Neubebauung im März ausloben. Zehn Architekturbüros sind eingeladen, einen ästhetisch und funktional überzeugenden Entwurf zu erarbeiten. Die Ergebnisse werden voraussichtlich noch im Sommer dieses Jahres vorliegen. Der Beginn für die Neubebauung steht bislang noch nicht fest.


Zum Wettbewerbsverfahren

Bei einem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb erhält ein geladener Kreis von Architekten und Landschaftsplanern einen im Vorfeld mit der Stadt und dem Bauherrn abgestimmten Auslobungstext inklusive der relevanten Rahmenbedingungen zum Planungsgebiet. Darauf basierend werden von den Architekten Entwürfe angefertigt und die Ergebnisse anschließend vor einem Preisgericht vorgestellt und durch dieses bewertet. Das Preisgericht setzt sich zusammen aus Vertretern der Stadt, der Politik, der Wissenschaft, des Bauherrn sowie fachlichen Experten.

Nach der Entscheidung des Preisgerichts wird auf der Grundlage des ausgewählten Entwurfs das weitere Verfahren zur Baurechtschaffung gemäß Baugesetzbuch durchgeführt.

Über die Bayerische Hausbau
Die Bayerische Hausbau ist eines der großen integrierten Immobilienunternehmen in Deutschland. Mit einem Immobilienportfolio im Wert von rund 2,5 Milliarden Euro nimmt sie nicht zuletzt in ihrem Stammmarkt München eine Spitzenposition ein. Rund 200 Mitarbeiter tragen zu diesem Erfolg bei. Die Bayerische Hausbau bündelt die Immobilien- und Bauaktivitäten der Schörghuber Unternehmensgruppe. Das Leistungsspektrum umfasst die Geschäftsfelder Immobilien und Development. Dazu gehören professionelles Asset- und Portfoliomanagement und Property Management für die eigenen Bestandsimmobilien sowie klassische Bauträgeraktivitäten. Die Bayerische Hausbau ist Teil der Schörghuber Unternehmensgruppe, die neben dem Bau- und Immobiliengeschäft auch in den Bereichen Getränke, Hotel und Seafood unternehmerisch tätig ist.

Dateien zum Download

Pressemitteilung

Planungs- und Wettbewerbsumgriff_Quelle_Landeshauptstadt München

Dr. Jürgen Büllesbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Hausbau: 170302_Bürgerdialog_Freisinger_Landstraße_40-44_001_Quelle_BHG

Bürger im Gespräch mit den Fachleuten: 170302_Bürgerdialog_Freisinger_Landstraße_40-44_002_Quelle_BHG

Sabine Steger, Abteilungsleiterin Westbezirk, Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München bei der Vorstellung der Eckdaten für den Wettbewerb: 170302_Bürgerdialog_Freisinger_Landstraße_40-44_003_Quelle_BHG